Vortrag über das „feine Leben auf dem Lande“ und englische Gärten

Erstellt: Montag, 01. Februar 2016
Geschrieben von Gisela Jahn

Zu einem Bilder-Vortrag besonderer Art führte Dr. Ralf Wagner, Vorstandsmitglied des Neulußheimer Heimatvereins, die zahlreich erschienenen interessierten Mitglieder und Freunde des Vereins. Sie blickten mit dem Referenten über den sogenannten Tellerrand hinaus hinüber nach England in die schönen weitläufigen Gärten des Inselreichs. Innerhalb imposanter, riesiger Gärten waren Schlösser und prunkvolle Landhäuser zu sehen, und Wagner führte die Anwesenden in das „feine Leben auf dem Lande“ innerhalb derer Mauern ein. Der englische Landschaftsgarten entwickelte sich im 18. Jahrhundert. Man richtete sich nach der Natur und ihren Ausblicken. Es sollte sich das Prinzip einer natürlichen Landschaft mit unterschiedlichen und abwechslungsreichen Eindrücken widerspiegeln. Der englische Landschaftsgarten bietet malerische Ansichten. Blumen-Bepflanzungen fehlen allerdings fast gänzlich in den weitläufigen Landschaften. Es gibt sie jedoch innerhalb der sogenannten Wall-Gardens, also hinter Mauern.

Gigantische Brücken spannen sich über eigens angelegten Seen vor den herrschaftlichen Anwesen. Die romantischen Grünanlagen sind durch aus der Ferne unsichtbare Gräben, Aha genannt, von der umgebenden Agrar-Landschaft abgegrenzt und wirken dadurch riesig groß. Als Akzente wurden in den Gärten antike Tempel, künstliche Ruinen, Grotten und Einsiedeleien errichtet, vorbei an schlängelnden Wegen und Flüssen und großzügig windenden Wegen.

In Hardwick-Hall passen die Aufseher in zeitgenössischen Kostümen auf wertvolle „Erste-Sahne-Möbel“ auf, wunderbar große Eingangshallen wechseln ab mit Fotos von Deckengemälden in der Painted Hall. In dem recht lebendig gehaltenen Vortrag zeigte Dr. Wagner das 600 Jahre alte Knole, eine mittelalterlich wirkende kleine Stadt, in der äußerlich keine Veränderungen vorgenommen werden und die als Filmkulisse für alte Filme dient. Der Filmkulisse dient auch Lacock Village aus dem 17./18. Jahr-hundert. Dort, so berichtet Ralf Wagner, werden die Harry-Potter Filme gedreht.  

Der National Trust bietet urlaubswilligen Interessenten an, in solch historischen Häusern für entsprechendes Entgelt Ferien zu machen.                                

Mit farbenfrohen Fotos von der Chelsea-Gartenschau 2015 endete der kurzweilige und abwechslungs-reiche Abend, für den die Vorsitzende des Neulußheimer Heimatvereins, Brigitte Koch-Brömmer, sich mit einem Blumenpräsent bedankte.

Gisela Jahn

Preisverleihung / Luftballonwettbewerb

Erstellt: Samstag, 30. Januar 2016
Geschrieben von Gisela Jahn

Übergabe der 500,--Euro an die ev. Kirchengemeinde

Das übervolle Clubhaus des SC Olympia platzte aus allen Nähten und  Stehplätze waren bei dem Andrang der Gewinner, die zum Teil mit dem ganzen Familienclan gekommen sind, vorprogrammiert. Der Neulußheimer Heimatverein hatte 55 Preis-träger zur Preisverleihung anlässlich des Luftballonwettbewer-bes an Kerwe 2015 eingeladen.

„Das ist phänomenal“ begrüßte Hanspeter Rausch vom Heimatverein die Gäste: „350 Ballons sind an beiden Kerwetagen aufgestiegen, so viel wie seit Beginn unserer Aktion 1989 nicht“ erfuhren die erwartungsvollen Gäste. Der Wind trieb die bunten Leichtgewichte in diesem Jahr in Richtung Süd/Südost und bescherte schon mal dem Letztplatzierten 9,1 km nach St. Leon-Rot, begann Rausch humorvoll seine Erläuterungen. Er stellte unter anderem fest, dass der Ballon von Toni Hoffmann, Sohn von Apfelbauer Hoffmann, treffenderweise auf einem Acker gefunden wurde. Noch präziser machte es der Ballon von Elias Dörrmann: sein Papa ist Dachdeckermeister und sein roter runder Ballon wurde von einer Dachrinne! geholt. Den Vogel schoss jedoch Adrian Nitsche ab: er ließ für den guten Zweck an Kerwe viele Luftballons steigen und sahnte dafür drei Preise ab. Das Publikum hatte seine Freude an den Fundorten wie „in Opas Garten“ oder in einem Weinberg, im Wald oder einem Altersheim. Hanspeter Rausch ließ die Spannung ansteigen, die drei ersten Preisträger wurden bekannt gegeben:

Die weiteste Reise hatte der Ballon von Marie-Celine Roth aus Neulußheim nach DE-92245 Kümmersbruck. Er hatte tatsächlich 244 Kilometer geschafft. Den zweiten Preis konnte Leonie Schmitt aus Neulußheim, deren Ballon in der Schweiz in Hüntwangen gefunden wurde, in Empfang nehmen. Er hatte 188,6 km zurück gelegt. Beate Wischer aus Altlußheim konnte den 3. Platz belegen. Auf dem Weg nach Beringen in der Schweiz hatte ihr Luftballon 176,5 km hinter sich gebracht. Neben wertvollen Gutscheinen für die drei Erstplatzierten erhielten alle Gewinner ein Präsent und einen frisch gebackenen Hefe-Schneemann aus der Hand der Vorsitzenden des Neulußheimer Heimatvereins Brigitte Koch-Brömmer. Auch für die Geschwisterkinder gab es jeweils einen gebackenen Schneemann.

Diese Aktion ist jährlich immer wieder durch die Großzügigkeit von Sponsoren zu stemmen. Hanspeter Rausch dankte in diesem Zusammenhang der Sparkasse, der Volksbank und Leo Hölzel von der Firma Phoenix in Mannheim.

Die Einnahmen der Kerwe-Luftballons gehen jedes Jahr an eine gemeinnützige Einrichtung. Dieses Mal wurde die Maßnahme „Gemeinsam statt einsam“ der evangelischen Kirchengemeinde unterstützt. In Vertretung der kurzfristig erkrankten Pfarrerin Katharina Garben nahmen Gerda Schellenberger und Katharina Thorn erfreut und dankend einen Scheck über 500,-- Euro in Empfang.

„Der Neulußheimer Heimatverein hofft, dass wir uns bei der nächsten Kerwe wieder am Luftballonstand treffen“ waren die Schlussworte von Hanspeter Rausch nach der gelungenen Veranstaltung.

Gisela Jahn

Jahreshauptversammlung des NHV

Erstellt: Samstag, 28. März 2015
Geschrieben von Gisela Jahn

Jahreshauptversammlung des NHV

Folgende Mitglieder wurden für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt:
Vorsitzende Brigitte Koch-Brömmer, Anna Bergner, Karin Brenner, Wilfried Brenner, Fritz Brömmer, Adelgund Huber, Winfried Huber, Dorle Lörch, Günter Lörch, Friedel Wagner

Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Neulußheimer Heimatvereins konnte die Vorsitzende Brigitte Koch-Brömmer neben den Mitgliedern den Ehrenvorsitzenden Walter Saam sowie Mitglieder, die dem Verein seit 25 Jahren angehören, begrüßen.

Die Vorsitzende informierte die Anwesenden zu Beginn des Abends darüber, dass die Ausstellung „300 Jahre Neulußheim“ abgebaut ist. Was zur Folge hat, dass die gemütlichen Kaffee- und Kuchen-Sonntagnachmittage nur noch wenig Anklang finden, so dass der Wirtschaftsbetrieb bis zur Eröffnung einer neuen Ausstellung eingestellt wird. Das Museum für Ortsgeschichte im Alten Bahnhof wird jedoch weiterhin jeweils am zweiten Sonntag im Monat geöffnet sein.

In Abwesenheit der Schriftführerin Jutta Ballreich verlas Koch-Brömmer stellvertretend den Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr, das bereits am 6. Februar mit Dr. Ralf Wagners Vortrag über Maria Theresia gut begann. Der Sommertagszug am 30. März war mit etwa 500 Kindern wiederum ein Highlight, wie auch das traditionelle Spargelmenü beim „Treff unterm Nussbaum“ am 23. Mai, das für die Kirchensanierung der ev. Kirchengemeinde einen Erlös von 1000 Euro erbrachte. Heimatnahe Museen besuchten die Mitglieder am 14. Juni: „Autovision“- und „Schnuteputzers Friseurmuseum“ in Altlußheim. Der alljährliche Ferienspaß für daheimgebliebene Kinder in das Freilichtmuseum Mannheim-Gartenstadt und der beliebte Jahresausflug mit Inge Scheck-Dorn nach Tauberbischofsheim wurden sehr gut angenommen. Einer der Höhepunkte im Jahr war die Kerwe im Oktober mit „Weck, Worscht un Woi“, Kerwekuchen, Drehorgel und dem Luftballonwettbewerb für einen guten Zweck. 500,-- Euro brachten Ballons und Drehorgel ein, und konnten der Initiative „Kopfball“ am 10.12.2014 bei der Preisverleihung übergeben werden.

Für den Arbeitskreis „Museum“ berichtete Hanspeter Rausch über das Problem der Treppensituation für Gehbehinderte im Alten Bahnhof.

Eine neue Ausstellung soll das Leben unserer Gemeinde im 20. Jahrhundert näher beleuchten. Rausch: „Es fehlt die Zeit von 1914 bis 1948, vom Kaiserreich zur Demokratie“. So lange noch einige Zeitzeugen da sind, werden Beteiligte und kompetente Leute um Unterstützung in Form von Informationen in Bild und Text gebeten.

Für den Arbeitskreis „Kultur“ erwähnte Dr. Ralf Wagner die bevor-stehende Titanic-Ausstellung in Speyer und den Besuch der Eremitage in Waghäusel am 13. Juni 2015.

Hauptkassiererin Sigrid Beck berichtete über die Kassenlage und den derzeitigen Kassenbestand.

Kassenprüfer Heinz Kuppinger bedauerte den Tod des bisherigen 2. Prüfers Hardy Hoffmann: „25 Jahre lang waren wir ein gutes Tandem“. Kuppinger bescheinigte der Kassenwartin eine saubere, übersichtliche und ordnungsgemäße Kassenführung und beantragte die Entlastung von Hauptkassiererin und Vorstand, die einstimmig erfolgte.

Als neuen 2. Kassenprüfer stellte sich Leo Hölzel zur Wahl. Ein Gegenkandidat war nicht vorhanden, die Mitglieder stimmten eindeutig für Hölzel, der die Wahl annahm.

Bevor die anstehenden Ehrungen für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit erfolgten, hielt der zweite Vorsitzende Martin Braun eine Laudatio auf die zu ehrende Vorsitzende Brigitte Koch-Brömmer: „Du hast es geschafft, ein engagiertes Team um Dich aufzubauen, dem es Spaß macht, gemeinsam die vielfältigen Aufgaben zu schultern“ endeten seine Worte. Es folgte ein gemütliches Helferfest-Essen.  

Gisela Jahn

Preisverleihung Luftballonwettbewerb

Erstellt: Montag, 15. Dezember 2014
Geschrieben von Gisela Jahn

Der Neulußheimer Heimatverein führte zum 25. Mal die vorweihnachtliche Preisverleihung für die bei der diesjährigen Kerwe beim Stand des Heimatvereins in die Luft gestiegenen Luftballons.

Mit gespannten Mienen und leuchtenden Augen warteten Kinder mit Angehörigen darauf, wie weit der eigene bunte Ballon geflogen ist und welchen Platz er bei der Siegerehrung erreicht hat. 350 sind ab geflogen, 32 Stück sind von freundlichen Findern zurückgeschickt worden.

Musikalisch umrahmte die Feier die 11jährige Leonie Köhler aus Neulußheim mit ihrer Querflöte; fehlerfrei und tadellos spielte sie einige Weihnachtslieder und die Besucher sangen mit. Gemeinderat und Vorstandsmitglied des Heimatvereins Hanspeter Rausch moderierte locker-flockig den Abend, schilderte die Flugrouten, und erntete mit Fundorten wie „Badesee, Blumenkasten, Rübenacker oder Truppenübungsplatz“ einige Lacher. In Richtung Nordost trieb der Wind dieses Jahr die bunten Gesellen. Den dritten Platz belegte Emily Maier aus Altlußheim, deren Ballon mehr als 225 km nach 90599 Dietenhofen geflogen ist. Elias Dörrmann aus Neulußheim erreichte mit einer Flugstrecke seines Luftballons von knapp 239 km nach 92366 Breitenwinn den zweiten Platz. Jan Engelhorn aus  Neulußheim kam aufs „Siegertreppchen“. Sein Ballon flog fast 487 km nach Österreich nahe der tschechischen Grenze.  Er durfte, wie Emily und Elias auch, neben einem Geschenk noch einen wertvollen Gutschein entgegen nehmen. Für alle Kinder, auch Geschwisterkinder, gab es obendrein aus den Händen der Vereinsvorsitzenden Brigitte Koch-Brömmer noch einen frisch gebackenen Hefenikolaus. Der Vorstand des Heimatvereins bedankte sich bei den hiesigen Geldinstituten für die finanzielle Unterstützung, und bei Leo Hölzel bzw. der Firma Phönix, Mannheim, für die Unterstützung in materieller Art.

In diesem Jahr floss der Erlös der Luftballonaktion mit 500 Euro an die Initiative „Kopfball.de“. Knuth Gerstner war Ideengeber und ist Leiter der Fußball AG. Er erklärte das Projekt: Sport und Spaß an Bewegung für Kinder schaffen, sich in eine Mannschaft integrieren lernen, Fußballturniere für Jugendliche austragen und einiges mehr.

„Eine wirklich großartige Idee des Heimatvereins für einen sozialen Zweck einen Luftballon-Wettbewerb zu starten“ brachte es ein Besucher auf den Punkt.

Gisela Jahn

Liebliches Taubertal mit dem NHV

Erstellt: Montag, 22. September 2014
Geschrieben von Gisela Jahn


Teil der Reisegruppe vor dem Historischem Museum

Drei Fragen galt es auf dem von Inge Scheck-Dorn gestalteten Rätselblatt zu beantworten, als sich der Bus des Neulußheimer Heimatvereins zum Jahresausflug auf den Weg nach Tauberbischofsheim machte. Die Vereinsvorsitzende, Brigitte Koch-Brömmer, konnte zum Jahresausflug einen voll mit gut gelaunten Mitgliedern und Freunden besetzten Bus begrüßen, wobei sie bereits mit der Verteilung des Preisrätels eine rege Kommunikation ankurbelte: Wo wird das bekannte Bier gebraut? (in Distelhausen, Ortsteil von TBB). Wofür ist Tauberbischofsheim bekannt? (Fechter) und wer hat dort das ehemalige Altarbild gemalt? (Matthias Grünewald).

Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen begaben sich die Ausflügler in zwei Gruppen zur Stadtbesichtigung. Mit 14.000 Einwohnern hat Tauberbischofsheim einiges an Kultur und Geschichte zu bieten. Die Stadt im Main-Tauber-Kreis ist bekannt als Olympiastützpunkt der Fechter und gehört zu Baden. Zwei Stadtführer erklärten launig, kompetent und gut bewandert durch das Zentrum der Stadt und in die St.Martins-Kirche. Die Besucher erfuhren die Geschichte der „7-Kröten“-Stadt oder auch, dass die Heilige Lioba dort das bekannte Frauenkloster gründete. Die Stadt selbst wurde im Jahr 836 gegründet, verfügt über einen historischen Marktplatz, einen Türmers-Turm beim aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammenden Kurmainzigen Schloss und das Rathaus aus dem Jahr 1865 mit einem alten Glockenspiel.

Nach dem Abendessen galt es, typische Neilossema Redewendungen und Wörter zu übersetzen: „moi Bruschd-Diechl isch sauwa“ (ich hab eine weiße Weste) oder „die hän’s Brod net iwwa Nacht im Dischladä“, was bedeutet, dass jene Leute arm wie Kirchenmäuse sind. Das brachte Stimmung und regen Austausch in den Saal. „Der griggd da Kiddl gfliggd“ (der kriegt‘s mit uns zu tun) oder was ein Schbrischbeidl (Sprücheklopfer) ist, brachte vor allem Nicht-Neulußheimer zum Rätseln. Alle Ausflügler erhielten Nervennahrung in Form einer „süßen Wegzehrung“ für den Heimweg, während die ältesten Teilnehmer des Ausflugs die drei Gewinner des Preisrätsels zogen: Glückliche Gewinner von Gutscheinen Neulußheimer Geschäfte waren Luise Schnörr, Günter Lörch und Rosemarie Riedel

23 Jahre lang zeichnete Inge Scheck-Dorn für die Ausflüge des Heimatvereins, verfasste Rätsel, Mundartwörter, machte Vortouren und vieles mehr. Dafür bedankte sich die Vorsitzende Brigitte Koch-Brömmer herzlich bei dem ehemaligen Vorstands- und Gründungsmitglied des Vereins mit einem Präsent.

„Ich wollte mit den Ausflügen Freude bereiten und habe sie erhalten“ meinte die langjährige Organisatorin der Jahresausflüge: „Und ich wollte Kultur mit Neulußheimer Mundart verbinden“, was ihr immer gelungen ist, wie die Teilnehmer mit viel Applaus bestätigten.   gj

 

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